Fördermittel in Gefahr: Landkreis stellt Unterstützung für Zentrum für sexuelle Gesundheit infrage

Am 01.12. war Welt-Aids-Tag – ein wichtiger Tag, der uns alle darauf aufmerksam machen soll, wie stigmatisiert diese Erkrankung auch heute noch ist. Ein Tag, der über Symptome, Geschichte, Präventionsmaßnahmen und Behandlungsmethoden von eben auch HIV aufklären soll. Denn heute, nach unglaublich vielen medizinischen Fortschritten seit der AIDS Krise der 80er, gilt: Undetectable means untransmittable. Bildungsarbeit zu diesen Themen, sowie medizinische Services wie bspw. Tests auf STIs (Sexuell Übertragbare Erkrankungen) und vieles mehr leistet im Raum Offenburg und Freiburg das Zentrum für Sexuelle Gesundheit, auch bekannt als Aidshilfe. Sie klären auf, kämpfen aktiv gegen die Stigmatisierung nicht nur von AIDS und HIV, sondern aller Geschlechtskrankheiten und sind somit ein unabdinglicher Bestandteil öffentlicher Gesundheit. So viele STIs sind behandelbar und sogar heilbar – es ist das Unwissen, das tötet! 

Der Landkreis Breisgau-Hochschawarzwald hat nun genau diesen Tag ausgerechnet ausgewählt, um bekannt zu machen, dass er die Förderung für das Zentrum für sexuelle Gesundheit KOMPLETT streichen möchte. 

Dies würde bedeuten, dass Menschen mit HIV im Landkreis komplett ohne diese Ressource dastünden und die Bildungsarbeit an Schulen komplett wegfallen würden. Die Gesundheitsämter, die ohnehin schon überlastet sind, würden noch mehr Belastung erfahren. Infektionszahlen würden steigen, es würde weniger Frühdiagnosen geben – nochmal: HIV ist behandelbar. AIDS auf der anderen Seite haufig nicht mehr. Der Aidshilfe die Förderung zu streichen ist absolut fatal. Das können wir nicht zulassen!

Was du tun kannst:

Dita Whip erklärt im Video wie du mit einer Email helfen kannst:

Schreib an Landrat Dr. Christian Ante → landrat@lkbh.de

Sag klar: Diese Kürzung ist kurzsichtig, gefährlich und teurer auf lange Sicht.

In der Mail könnte z.B. das folgende stehen:

Guten Tag Herr Dr. Ante,

ich spreche mich entschieden gegen die Kürzung/Streichung der Förderung des Zentrums für sexuelle Gesundheit aus durch den Landkreis Breisgau Hochschwarzwald aus. Die Aidshilfe leistet unverzichtbare Präventions-, Beratungs- und Testarbeit. Kürzungen der Förderung erhöhen Infektionszahlen, die Dunkelziffer und langfristige Folgekosten für den Landkreis als auch menschliches Leid.

Bitte sichern Sie die Förderung vollständig.

Mit freundlichen Grüßen

 

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Der Kreisverband Breisgau-Hochschwarzwald, der Partei die Linke, lehnt die Entscheidung zur Kürzung der Fördermittel ab! Denn diese Sparmaßnahmen sind menschenunwürdig!